Kosten

Ihre Kosten für meine Tätigkeiten sollen schon vor Ihrem ersten Gespräch bei mir möglichst transparent sein. Deshalb finden Sie im Folgenden ausführliche Erläuterungen zu den Rechtsanwaltsgebühren, welche sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) bemessen.

I. Beratung

Die Erstberatung kostet für Verbraucher maximal 190,00 € zzgl Mehrwertsteuer. In hiervon nicht betroffenen Fällen wird das Erstberatungshonorar zu Beginn der anwaltlichen Inanspruchnahme mit Ihnen abgestimmt.
Kostenlose Rechtsauskünfte werden nicht erteilt!
Bei geringem Einkommen und Vermögen können Sie unter bestimmten Voraussetzungen Beratungshilfe in Anspruch nehmen. Einen Berechtigungsschein erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Amtsgericht. Ihr Eigenanteil im außergerichtlichen Verfahren beträgt dann nur einmalig 15,- EUR (inkl. MwSt). Bitte besorgen Sie sich den Berechtigungsschein vor der Beratung und bringen ihn zum Erstgespräch mit. Ich verweise auf das entsprechende Antragsformular nebst Ausfüllhinweisen.
Bei Fragen zum Kindesunterhalt sowie zum Sorge- und Umgangsrecht ist vorrangig die kostenfreie Beratungsmöglichkeit durch das Jugendamt in Anspruch zu nehmen.

II. Außergerichtliche Vertretung

Im außergerichtlichen Bereich fällt eine so genannte Geschäftsgebühr an. Deren Höhe wird nach dem RVG bestimmt, wobei zwischen Wertgebühren und Rahmengebühren unterschieden wird.
In den meisten Fällen richtet sich die anwaltliche Vergütung nach dem sogenannten Gegenstandswert. Die Bemessungsgrundlagen hierfür befinden sich in unterschiedlichen Gesetzen. Es existiert jedoch eine Vielzahl von Ausnahmeregelungen und umfangreiche Rechtsprechung zu diesem Thema. Manchmal muss auch geschätzt werden.
Eine erste Orientierung der sich aus dem Gegenstandswert zu errechnenden Gebühren ermöglicht Ihnen dieser Kostenrechner.
In vielen sozialrechtlichen Angelegenheiten errechnet sich das Anwaltshonorar nach Betragsrahmengebühren. Der Gebührenrahmen beträgt für die außergerichtliche Tätigkeit 50,00 bis 650,00 €.
Bei den Gebühren ist zwischen Antrags-/Anhörungsverfahren und Widerspruchsverfahren zu unterschieden. Die Gebühren fallen in beiden Verfahren – also für die Beantragung eines Verwaltungsaktes oder die Anhörung vor Erlass eines solchen und für die Vertretung im Widerspruchsverfahren – gesondert an. Die Geschäftsgebühr aus dem Antragsverfahren wird allerdings hälftig – maximal bis zu einem Betrag von 175,00 € – auf die Geschäftsgebühr des Widerspruchsverfahrens angerechnet. Wie hoch der Anwalt innerhalb des Gebührenrahmens seine Kosten festsetzen darf, hängt von Umfang, Bedeutung und Schwierigkeit der Angelegenheit ab.
Mittellose Menschen können auch für meine außergerichtliche Tätigkeit, also ein Schreiben an den Gegner, einen Berechtigungsschein erhalten. Es gelten die obigen Ausführungen zur Beratungshilfe entsprechend.

III. Gerichtsverfahren

Auch bei gerichtlicher Tätigkeit (hierzu gehört auch das Mahnverfahren) schreibt das RVG die zu erhebenden Gebühren vor. Insofern gilt das oben ausgeführte. Die Kosten können Sie mit dem Prozesskostenrechner ermitteln. Für die Ermittlung der Kosten für eine einvernehmliche Ehescheidung können Sie sich an diesem Scheidungskostenrechner orientieren.
Soweit im sozialrechtlichen Bereich nach Betragsrahmengebühren abzurechnen ist, gilt:
Für die Vertretung in einem Klageverfahren (auch einstweilige Verfügung) vor dem Sozialgericht fällt eine Verfahrensgebühr an. Wie hoch die Gebühr innerhalb des Gebührenrahmens (50,00 € bis 550,00 €) ist, ist von der Schwierigkeit, der Bedeutung und dem Umfang des Falles abhängig. Bei vorausgegangener außergerichtlicher Vertretung erfolgt eine Anrechnung der Gebühren auf die Verfahrensgebühr in Höhe einer hälftigen Geschäftsgebühr – maximal 175,00 €.
Für die Teilnahme des Anwalts an einem Gerichtstermin oder diesem gleichstellte Fälle entsteht eine Termingebühr. Der Gebührenrahmen bei der Termingebühr beträgt 50,00 bis 510,00.
In Berufungs- und Revisionsachen erhöhen sich die oben genannten Betragsrahmengebühren.

Vertritt der Anwalt in ein und derselben Sache mehrere Mandanten, so entstehen die Gebühren nicht für jeden Beteiligten einzeln und in voller Höhe. Vielmehr werden die Geschäfts- und die Verfahrensgebühr je weiterem Mandanten um 30 % erhöht. Die gesamte Erhöhung darf maximal doppelt so hoch sein, wie die jeweilige Gebühr.
Es können weitere Kosten, z.B. Fahrt-/Abwesenheits-/Zeugen-/Sachverständigen und Schreibauslagen hinzukommen.

Wenn Sie aufgrund Ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse die erforderlichen Mittel für eine Verfahrensführung vor Gericht nicht oder nur teilweise aufbringen können, besteht im gerichtlichen Verfahren die Möglichkeit der staatlichen Prozesskostenhilfe bzw. im Familienrecht Verfahrenskostenhilfe, wenn hinreichende Erfolgsaussichten für Ihr Begehren bestehen.
Für den Fall der Beauftragung mit einer gerichtlichen Angelegenheit, für die Sie diese staatliche Hilfe in Anspruch nehmen wollen, bringen Sie bitte den ausgefüllten Antrag auf Prozess-/Verfahrenskostenhilfe (Ausfüllhinweise hier) mit den entsprechenden Belegen zum Besprechungstermin mit.
Die Bewilligung von Prozess-/Verfahrenskostenhilfe ist eine vorläufige, nicht notwendig auch endgültige Befreiung von den entstehenden Kosten und Gebühren. Sie kann unter Umständen vom Gericht auch nur eingeschränkt gewährt werden, so dass die nicht von der Staatskasse übernommenen Gebührenanteile von Ihnen selbst zu tragen sind.

Prozess-/Verfahrenskostenhilfe deckt nie die Kosten der Gegenseite ab! Diese müssen Sie im Fall des Unterliegens vor Gericht in voller Höhe erstatten. In sozialrechtlichen Angelegenheiten wird, auch im Falle des Unterliegens, eine Kostenerstattung von Ihnen regelmäßig nicht verlangt.

IV. Rechtsschutzversicherung

Sofern Sie im Besitz einer Rechtschutzversicherung sind, übernehme ich gern die Anfragen bei Ihrer Versicherung hinsichtlich der Deckung.

V. Honorarvereinbarung

Abweichend von den gesetzlichen Gebühren kann im Einzelfall, um eine aufwandsangemessene Vergütung bei niedrigen Streitwerten zu gewährleisten, eine Zeitvergütung oder Pauschalvergütung vereinbart werden. Nur in außergerichtlichen Angelegenheiten darf die vereinbarte Vergütung geringer sein als die gesetzliche Vergütung.

Ich bin für Sie da!
0351 / 8474661
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